Rahmenbedingungen für Gesundheitssysteme

Der konzeptionelle Rahmen für das Swiss Learning Health System (SLHS) basiert auf den «Bausteinen der Gesundheitssysteme» der Weltgesundheitsorganisation («health systems’ building blocks») (WHO [1-3]) sowie dem Konzept des «lernenden Gesundheitssystems» (“learning health system”) der National Academy of Medicine (NAM), USA [4-6]. Von besonderer Relevanz für die Entwicklung der SLHS-Mechanismen ist der «system­theoretische Ansatz zur Stärkung von Gesundheitssystemen» («systems thinking approach for health systems strengthening») [2,3]. Dieser Ansatz unterstreicht die dynamische Architektur und Vernetzung der Bausteine des Gesundheitssystems («health systems’ building blocks») und die Rolle des Menschen im Zentrum des Gesundheitssystems als Vermittler, Begünstigter und Treiber des Systems.

  • Dienstleistungen (Service Delivery) – wirksame, sichere, qualitativ hochwertige persönliche und nicht persönliche Interventionen für diejenigen, die diese benötigen, wann und wo nötig, mit minimaler Ressourcenverschwendung.
  • Arbeitskräfte im Gesundheitswesen (Human Resources) –reaktionsfähig, fair und effizient, um die bestmöglichen Ergebnisse im Gesundheitswesen zu erzielen, unter Berücksichtigung der verfügbaren Ressourcen und Umstände.
  • Gesundheitsinformationssystem (Information) – Produktion, Analyse, Verbreitung und Nutzung von verlässlichen und zeitnahen Informationen über Gesundheitsdeterminanten, Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems und Gesundheitszustand.
  • Arzneimittel und Technologien (Medicines and Technology) – gerechter Zugang zu wesentlichen medizinischen Produkten, Impfstoffen und anderen Technologien mit gesicherter Qualität, Sicherheit, (Produkt)wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit (Kosteneffizienz) sowie deren wissenschaftlich fundierter und kostengünstiger Einsatz.
  • Finanzierung des Gesundheitswesens (Financing) – angemessene finanzielle Mittel für die Gesundheit, um sicherzustellen, dass Menschen benötigte Dienstleistungen nutzen können, und vor finanziellen Krisen oder Verarmung geschützt sind, die mit deren Bezahlung in Zusammenhang stehen, mit Anreizen für Anbieter und Nutzer, effizient zu sein.
  • Governance – strategische politische Rahmenbedingungen, kombiniert mit wirksamer Aufsicht, Koalitionsbildung, Regulierung, Aufmerksamkeit für Systemdesign und Verantwortlichkeit

 

Referenzliste

  1. World Health Organization (WHO) (2007): Everybody's Business: Strengthening Health Systems to Improve Health Outcomes: WHO's Framework for Action. Geneva, WHO.
  2. De Savigny D, Adam T (eds) (2009): Systems thinking for health systems strengthening. Geneva, Alliance for Health Policy and Systems Research, WHO.
  3. van Olmen J, Marchal B, van Damme W, Kegels G, Hill PS (2012): Health systems frameworks in their political context: framing divergent agendas. BMC Public Health 12: 774.
  4. Institute of Medicine (2007): The Learning Healthcare System: Workshop Summary. Washington, DC: The National Academies Press.
  5. Institute of Medicine (2013): Best Care at Lower Cost: The Path to Continuously Learning Health Care in America. Washington, DC: The National Academies Press.
  6. National Academy of Medicine (NAM). Learning Health System Series. See https://nam.edu/programs/value-science-driven-health-care/learning-health-system-series

Swiss Learning Health System
University of Lucerne
Department of Health Sciences and Medicine
Frohburgstrasse 3
6002 Lucerne
Switzerland
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