Projektmechanismen

SLHS Kursprogramm

Das Swiss Learning Health System (SLHS) bildet Forscherinnen und Forscher aus, um diese zu befähigen, qualitativ hochwertige Forschung an der Schnittstelle zwischen Praxis, Politik und Forschung zu verstehen und durchzuführen, die für den Aufbau eines erfolgreichen lernenden Gesundheitssystems unerlässlich ist.

Zu diesem Zweck bietet das SLH Programm im Rahmen seiner wissenschaftlichen Weiterbildungsmassnahmen kurze Kurse von führenden internationalen Experten in den folgenden Fachbereichen an:

  • Vision of a learning health system
  • Health systems and policy
  • Evidence-informed policy framework
  • Implementation research
  • Principles of communication in a learning health system

Das Programm ist optimal auf SLHS-Doktoranden zugeschnitten. Aber auch Forschende mit Interesse an der Vision eines lernenden Gesundheitssystems können zu den Kurzkursen zugelassen werden.

 

Brücke zwischen Forschung, Politik und Praxis

Um den aktuellen Bedürfnissen des Gesundheitssystems gerecht zu werden, wird die Forschungsagenda des «Swiss Learning Health System» (SLHS) in enger Zusammenarbeit mit allen beteiligten Partnern entwickelt. Dies erleichtert nicht nur den reibungslosen Fluss von Informationen und Evidenz auf den Ebenen von Politik, Forschung und Praxis, sondern wird letztendlich in einen kontinuierlichen Lernprozess umgesetzt, der den Forschungsbedarf des Systems mit den entsprechenden Ergebnissen deckt. Im Gegenzug wird eine Kultur der geteilten Verantwortung gefördert, die ein Lernumfeld schafft, welches alle Akteure des Gesundheitssystems miteinander verbindet.

Wie in der nachfolgendem Grafik dargestellt, besteht der erste Schritt im lernenden Gesundheitssystem darin, drängende Themen und Herausforderungen im Gesundheitssystem zu identifizieren, die durch das SLHS-Netzwerk und relevanten Stakeholdern definiert werden. Basierend auf verschiedenen Vorschlägen wird eine Themenliste erstellt, die regelmässig aktualisiert wird. Die Themenliste dient als Grundlage für den Prozess der Themenpriorisierung.

slhs cycle de

Sobald Probleme oder Herausforderungen identifiziert und priorisiert worden sind, fordert die operative Einheit des SLHS die Erstellung von Evidenzsynthesen an. Anschliessend können alle akademischen Partnerinstitutionen darauf reagieren und dazugehörige Policy Briefs oder Rapid Response Synthesen erarbeiten, die dann an alle relevanten Stakeholder (Interessengruppen) verteilt werden.

Während Policy Briefs als Grundlage für Stakeholder-Dialoge verwendet werden, dienen Rapid Response Synthesen als richtungsweisende Leitdokumente für schnelle Handlungsoptionen in Fällen, in denen die Reaktionszeit auf aktuellen Bedürfnisse im Gesundheitssystems begrenzt ist.

Zu den Kerntätigkeiten des SLHS gehört die Organisation von Stakeholder-Dialogen. Diese Dialoge haben zum Ziel, verschiedene Interessengruppen, die ein verstärktes Interesse am behandelten Thema haben, zusammenzubringen. Stakeholder-Dialoge sind strukturierte Kommunikationsprozesse, welche einen deliberativen Dialog nutzten, bei dem mindestens zwei Stakeholder eng zusammenarbeiten, um eine Einigung über eine vorliegende Problemstellung zu erzielen.

In einem abschliessenden Schritt überwacht das SLHS Implementierungs­schritte, die über die relevanten Stakeholder eingeleitet werden. Umsetzungsüberlegungen, die von Experten der SLHS Plattform entweder in den Evidenzsynthesedokumenten oder im Rahmen des Stakeholder-Dialogs formuliert wurden, dienen schliesslich als Orientierung für die Umsetzung. Die operative Einheit des SLHS unterstützt und evaluiert Umsetzungsbemühungen. Um den Lernzyklus des lernenden Gesundheitssystems weiter zu fördern, wird den relevanten Stakeholdern (Interessengruppen) jeweils Feedback vorgelegt (Feedbackschlaufe).

Swiss Learning Health System
University of Lucerne
Department of Health Sciences and Medicine
Frohburgstrasse 3
6002 Lucerne
Switzerland
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