Themen

Jede Partnerinstitution des SLHS arbeitet an einem speziellen Thema, das schliesslich zu Policy Briefs und Stakeholder-Dialogen führen wird. Die aufgeführten Themen wurden im Rahmen eines Priorisierungsprozesses und unter Berücksichtigung ihrer wissenschaftlichen und politischen Relevanz ausgewählt.

Nutzung von Evidenz in der Gesundheitspolitik

Um Entscheidungen über politische Massnahmen, das Management und die Bereitstellung von Gesundheitsleistungen zu treffen, müssen politische Entscheidungsträger verschiedene Faktoren und Infromationsarten berücksichtigen. Neben der Forschung und Datenlage, können die öffentliche Meinung, Interessen von Stakeholdern, Ideologien, Werte und Emotionen das Denken und Handeln von politischen Entscheidungsträgern erheblich beeinflussen. Um die Relevanz der Forschung für die politische Entscheidungsfindung in Schweizer Gesundheitsbehörden zu stärken, diskutiert dieser Policy Brief Empfehlungen für wirksame Interventionen, um Kapazitäten für die Nutzung und Implementierung von Forschungsergebnissen aufzubauen. 

Stakeholder(s): Vertreterinnen und Vertreter aus der öffentlichen Verwaltung, Observatorien oder Registern, NGOs und der Bildung
SLHS Lead: Swiss Centre of International Health, Swiss TPH
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Kernaussagen: Download PDF (Zurzeit nur auf Englisch verfügbar)
Zusammenfassung Stakeholder-Dialog:            Download PDF (Zurzeit nur auf Englisch verfügbar)

 


Messung von Über- und Unterversorgung in der Hausarztmedizin

Um Über- und Unterversorgung im Gesundheitswesen zu vermindern, ist es notwendig, eine angemessene Versorgung nach aktuellem Fachwissen zu definieren und diese zu messen. Die Messung wird jedoch erschwert durch unzureichende politische und strukturelle Rahmenbedingungen, beschränkte elektronische Datenverfügbarkeit sowie mangelnde Datenqualität. Um die Messung von Über- und Unterversorgung in der Schweizer Hausarztmedizin zu verbessern empfiehlt dieser Policy Brief i) die Entwicklung einer umfassenden, digitalen Strategie, ii) die Stärkung einer datenbasierten Qualitätskultur und iii) die Unterstützung von bottom-up Initiativen.

Stakeholder(s): Vertreterinnen und Vertreter aus Praxis, Krankenversicherungen, Ärztenetzwerkorganisationen und Bildung    
SLHS Lead: Institut für Hausarztmedizin, Universität Zürich 
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PREMs in der Krebsversorgung

Die Verbesserung der Pflege und der Pflegeerfahrungen durch eine qualitativ hochwertige Pflege, die auf die Bedürfnisse der Menschen eingeht (d. h. eine patientenzentrierte Pflege) ist wichtig, da sie zu positiveren Pflegeerfahrungen führen, die sich wiederum in besser funktionierenden Behandlungen und einer besseren Gesundheit widerspiegeln können. Die patientenzentrierte Versorgung in der Krebsversorgung ist besonders wichtig, da Krebs neben der gesundheitlichen Belastung eine besondere emotionale, soziale und finanzielle Belastung für Patient/-innen und ihre Familien darstellt. Während in der Schweiz Informationen über die Wirksamkeit der Krebsversorgung verfügbar sind, fehlen Berichte von Patient/-innen über die Krebsversorgung. Um die Patientenzentriertheit in der Krebsversorgung zu erhöhen, empfiehlt dieser Policy Brief i) eine Stellungnahme zur Bedeutung und zum Wert von Patientenerfahrungen in der Krebsversorgung zu erarbeiten und ii) Patientenerfahrungen in der Krebsversorgung auf nationaler Ebene durch die Durchführung einer nationalen Umfrage oder durch die Integration der Datenerhebung in kantonalen Krebsregistern zu erheben.  

Stakeholder(s): Vertreterinnen und Vertreter aus der Krebsversorgung, Qualitätsprüfung, Patienten-und Ärzteorganisationen und Bildung 
SLHS Lead:  Département Epidémiologie et Systèmes de Santé, Unisanté
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Kernaussagen: Download PDF (Zurzeit nur auf Englisch verfügbar)
Zusammenfassung Stakeholder-Dialog:                  Download PDF (Zurzeit nur auf Englisch verfügbar)

Interprofessionalität

Das vom BAG durchgeführte Förderprogramm «Interprofessionalität im Gesundheitswesen 2017-2020» hatte zum Ziel die Zusammenarbeit von Fachleuten aus unterschiedlichen Disziplinen und Professionen zu stärken und damit die Effizienz der Gesundheitsversorgung zu steigern. Im Rahmen des Programms unterstützte das BAG Forschungsprojekte und praxisorientierte Massnahmen, um die nachhaltige Verankerung von Interprofessionalität in der Bildung und Berufspraxis zu erleichtern. Die Erkenntnisse dieser Arbeiten wurden in vier Policy Briefs festgehalten, um politischen Entscheidungsträgern, Bildungsverantwortlichen sowie Leistungserbringern eine kurze und knappe Übersicht über bestehende Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze zu geben. 

Die Entwicklung der Policy Briefs sowie die Durchführung dazugehöriger Stakeholder-Dialoge wurde durch das SLHS, in Zusammenarbeit mit dem BAG und Interface, begleitet.

Im Rahmen der Zusammenarbeit entstanden vier Policy Briefs zu folgenden Themen:

Policy Brief 1:                                       Interprofessionelle Zusammenarbeit an der psychisch-somatischen Nahtstelle (Download PDF)
Policy Brief 2: Interprofessionelle Zusammenarbeit in der stationären Versorgung stärken (Download PDF)
Policy Brief 3: Interprofessionalität in der Bildung fördern (Download PDF)
Policy Brief 4: Interprofessionelle Zusammenarbeit in der ambulanten Versorgung stärken (Download PDF)

International clinical guidelines for knee osteoarthritis management in Switzerland

International clinical guidelines for the conservative management of knee osteoarthritis (OA) recommend exercise, education, and weight control as first-line treatment for all people with knee OA. However, findings from various health care settings have identified an underuse of exercise and education. A recent survey among medical specialists in Switzerland identified an evidence-performance gap, implying that the strong evidence in favour of exercise is not being transferred into clinical practice. This policy brief describes the challenges facing the improvement of conservative disease management by presenting recommendations regarding i) tanslation of guideline recommendations into a specific exercise and education programme ii) facilitation of the systematic application of exercise through standardised treatment pathways and iii) promotion of the benefits of exercise in the long-term management of chronic diseases.

Stakeholder(s):

Representatives from research and practice

SLHS Lead: Institute of Physiotherapy, ZHAW (Zurich University of Applied Sciences)
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Key Messages: Download PDF
Stakeholder dialogue summary:

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Design principles of a central metadata repository as a key element of an integrated health information system

The Swiss Health System is a complex system with different groups of actors for which data is collected and analyzed using various methods, leading to a large heterogeneity and dispersion of available data. The specificities of a Swiss Health System favor a hybrid infrastructure to manage the heterogeneity and dispersion of Swiss health-related data. This policy brief shows the importance of a metadata management infrastructure to identify and describe health data resources and highlights several essential key elements for the design of a metadata repository and also raises important practical questions.

Stakeholder(s):

Representatives from the IT sector, policy, and health research

SLHS Lead: Information management institute, University of Neuchatel
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Key Messages: Download PDF
Stakeholder dialogue summary:

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Diskriminierung bei Impotenz

Im Gesetzbuch der römisch-katholischen Kirche befindet sich ein Ehehindernis der Impotenz, das besagt, dass die Ehe nur eingehen kann, wer fähig ist, Geschlechtsverkehr zu vollziehen. Die Ehe aus diesem Grund zu verwehren, stellt für Betroffene eine Diskriminierung dar, denn das Eingehen der Ehe ist ein Grund- und Menschenrecht, das dadurch nicht ausgeübt werden kann. Dieser Lernzyklus stellt sich der Herausforderung die Diskriminierung von Menschen mit einer Behinderung durch ein Gesetz der römisch-katholischen Kirche zu untersuchen und zu eliminieren, indem Erkenntnisse aufgezeigt werden zur i) Unterzeichnung der Behindertenrechtskonvention durch den Heiligen Stuhl mit der Folge einer Gesetzesanpassung, ii) Überprüfung und Diskussion des Naturrechtscharakters des Ehehindernisses der Impotenz und iii) Diskussion der Verwirklichung/Drittwirkung der Grundrechte.

Stakeholder(s): Kirchenrechtler, Juristen, Sozialarbeiter
SLHS Lead: Zentrum für Religionsverfassungsrecht, Universität Luzern
Policy Brief I: Folgt bald 
Policy Brief II: Folgt bald 
Kernaussagen: Download PDF
Zusammenfassung Stakeholder-Dialog(e): Folgt bald 

Pflegeexpertinnen APN in der Hausarztpraxis

Aus Gründen wie z.B. nicht standardisierten Abschlusskompetenzen für Pflegeexpertinnen APN oder fehlenden Rollendefinitionen, werden Pflegeexpertinnen APN in Schweizer Hausarztpraxen zu wenig eingesetzt. APNs übernehmen bereits heute hausärztliche Tätigkeiten in Eigenverantwortung, die jedoch in einer «Grauzone» ausgeübt werden und mit vielen Unsicherheiten verbunden sind. Ziel ist es, diese «Grauzone» zu verlassen und die Implementierung von neuen Versorgungsmodellen mit APNs in Schweizer Hausarztpraxen zu fördern. Dieser Policy Brief empfiehlt dazu die (1.) Klärung und Förderung der APN-Rollen in der Grundversorgung sowie die (2.) Klärung der Ausbildung und rechtlichen Rahmenbedingungen für den Einsatz von APNs.

Stakeholder(s): Vertreterinnen und Vertreter aus Praxis, Bildung, Krankenversicherungen und Politik
SLHS Lead: Dipartimento economia aziendale, sanità e sociale, SUPSI; und Institut für Hausarztmedizin & Community Care Luzern
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Soziale Teilhabe benachteiligter älterer Bevölkerungsgruppen in der Schweiz

Soziale Isolation und Einsamkeit bei älteren Menschen haben eine Reihe von negativen gesundheitlichen Folgen und treffen sozial benachteiligte Gruppen besonders hart. Eine verstärkte soziale Teilhabe von sozial benachteiligten älteren Menschen kann dazu beitragen, soziale Isolation und Einsamkeit und die damit verbundenen gesundheitlichen Ungleichheiten in dieser Gruppe zu reduzieren. Dieser Lernzyklus begegnet der Herausforderung soziale Teilhabe sozial benachteiligter älterer Menschen zu erhöhen, indem wissenschaftliche Erkenntnisse aufgezeigt werden zu i) verbesserten Methoden zu Erreichung der Betroffenen, ii) Einbezug von Zielgruppen in die Planung und Durchführung von Programmen und iii) verbesserte Programmevaluation unter Berücksichtigung sozial benachteiligter Gruppen.

Stakeholder(s): Gesundheitsförderung Schweiz, Programmleiter
SLHS Lead: Departement Gesundheitswissenschaften und Medizin, Universität Luzern
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Kernaussagen: Download PDF
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Spitalseelsorge und Datenschutz

Durch das grössere Bewusstsein für ein Recht auf Datenschutz kommt es zu Konflikten in der Zusammenarbeit von Spitälern und Spitalseelsorgern. Dieser Policy Brief untersucht, wie die Mitarbeit der Spitalseelsorge in Spitälern des Kantons Zürich mit Blick auf die Vorgaben zum Patientendatenschutz rechtlich besser geregelt werden kann. Um den Ist-Zustand zu verändern, wird empfohlen das Palliative Care Konzept, als Vorbild zu nehmen, die kantonale und bundesstaatliche Gesetzeslage zu ändern sowie die digitale Patientenakte zu nutzen, um den ganzheitlichen Behandlungsansatz zu verbessern.

Stakeholder(s):  Vertreterinnen und Vertreter aus der Praxis, Bildung, Gesetzgebung
SLHS Lead: Zentrum für Religionsverfassungsrecht, Universität Luzern
Policy Brief:                       

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Kernaussagen: 

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Zusammenfassung Stakeholder-Dialog:

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Merkblatt:

Im Rahmen des Policy Briefs und des Stakeholder Dialogs wurde dieses Merkblatt entwickelt. Das Merkblatt informiert über das Recht auf Seelsorge im Spital und den Zugang zu Patientendaten im Kanton Zürich. Es dient somit als Gesprächsgrundlage und Analyse im Spitalumfeld. 

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Department of Health Sciences and Medicine
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