Lernzyklen

Übersicht

Jede Partnerinstitution des Swiss Learning Health Systems (SLHS) arbeitet an einem spezifischen Thema, das schliesslich zu Policy Briefs und dazugehörigen Stakeholder-Dialogen führen soll. Die aufgeführten Themen wurden im Rahmen eines Priorisierungsprozesses unter Berücksichtigung ihrer wissenschaftlichen und politischen Relevanz ausgewählt. Die Themen repräsentieren die Interdisziplinarität der Gesundheitswissenschaften und der Gesundheitssystemforschung, indem sie verschiedene Disziplinen wie z.B. Medizin(wissenschaften), Wirtschaft, Kommunikation, Recht, Public Health und Theologie einbeziehen.

Erkennen psychosozialer Belastungen

Belastungen aufgrund von körperlichen oder emotionalen Problemen (psychosoziale Belastungen) führen bei Patient*innen mit somatischen Beschwerden zu unterschiedlichen medizinischen, sozialen und ökonomischen Konsequenzen. Aus diesem Grund ist die frühe Erkennung und Behandlung von psychosozialen Belastungen bei Spitalpatient*innen wichtig. Die Datenlage zur Häufigkeit von psychosozialen Belastungen in Akutspitälern ist, aufgrund der geringen Wahrscheinlichkeit der Erkennung und Behandlung, unklar. Um psychosoziale Belastungen vermehrt zu erkennen und die Behandlung zu verbessern, empfiehlt dieser Policy Brief (1.) die Stärkung des Wissens und Bewusstseins von Spitalpersonal und Patient*innen für psychosoziale Belastungen, (2.) die Förderung interprofessioneller Zusammenarbeit in Akutspitälern, sowie (3.) die Förderung von vereinfachtem Zugang zu Unterstützungshilfen für psychosoziale Belastungen in Akutspitälern.

Stakeholder(s): Vertreterinnen und Vertreter aus Praxis und Forschung
SLHS Lead: Swiss Centre for International Health, Swiss TPH 
Policy Brief: Download PDF
Kernaussagen: Download PDF
Zusammenfassung Stakeholder-Dialog: Download PDF

Methods for identifying socially isolated and lonely older adults in Switzerland

Social isolation and loneliness amongst older adults are one of the most pressing public health issues in our ageing society. A big obstacle to effectively addressing this issue is how to identify individuals who are experiencing or most at risk of social isolation and loneliness. This policy brief outlines current strategies used to facilitate the outreach to people most in need: i) enlist personnel in the community in the identification process, ii) build strong databases and use existing data to create heat maps, and iii) launch awareness campaigns to raise awareness and reduce stigma.

 Stakeholder(s):

Representatives from local and regional authorities, senior organizations, NGOs and educational institutions.

 SLHS lead: Department of Health Sciences and Medicine, University of Lucerne
 Policy brief: Download PDF (Currently only available in English)
 Key Messages: Download PDF (Currently only available in English)
 Summary of stakeholder dialogue: Download PDF (Currently only available in English)

  

                              


Messung von Über- und Unterversorgung in der Hausarztmedizin

Um Über- und Unterversorgung im Gesundheitswesen zu vermindern, ist es notwendig, eine angemessene Versorgung nach aktuellem Fachwissen zu definieren und diese zu messen. Die Messung wird jedoch erschwert durch unzureichende politische und strukturelle Rahmenbedingungen, beschränkte elektronische Datenverfügbarkeit sowie mangelnde Datenqualität. Um die Messung von Über- und Unterversorgung in der Schweizer Hausarztmedizin zu verbessern empfiehlt dieser Policy Brief i) die Entwicklung einer umfassenden, digitalen Strategie, ii) die Stärkung einer datenbasierten Qualitätskultur und iii) die Unterstützung von bottom-up Initiativen.

Stakeholder(s): Vertreterinnen und Vertreter aus Praxis, Krankenversicherungen, Ärztenetzwerkorganisationen und Bildung    
SLHS Lead: Institut für Hausarztmedizin, Universität Zürich 
Policy Brief: Download PDF 
Kernaussagen: Download PDF 
Zusammenfassung Stakeholder-Dialog:        Download PDF 

Rapid Response Reviews

Im März 2020 lud das Swiss Learning Health System seine Partner dazu ein, darüber nachzudenken und zu erarbeiten, wie die aktuellen Forschungsbemühungen in der Schweiz und ausserhalb des Landes unterstützt und gestärkt werden können, um der internationalen COVID-19 Pandmie zu begegnen. Daraufhin wurden drei Rapid Response Reviews zu den folgenden Themen verfasst:

Rapid Review Response 1:                                                                     Sectorial and managerial response of non-profit assistance and homecare services of public interest in Ticino facing the SARS-CoV-2 pandemic outbreak: a case study (Download PDF) (Zurzeit nur auf Englisch verfügbar)
Zusammenfassung Stakeholder-Dialog: The future of homecare and "proximity integrated healthcare networks" (Download PDF) (Zurzeit nur auf Englisch verfügbar) 
Rapid Review Response 2:    Strategic and organizational response of Ticino's hospital system facing the COVID-19 emergency: three case studies (Download PDF(Zurzeit nur auf Englisch verfügbar)
Rapid Review Response 3:                                                                   Sectorial and managerial response of nursing homes in Ticino facing the SARS-CoV-2 pandemic outbreak: a case study (Download PDF(Zurzeit nur auf Englisch verfügbar)

Nutzung von Evidenz in der Gesundheitspolitik

Um Entscheidungen über politische Massnahmen, das Management und die Bereitstellung von Gesundheitsleistungen zu treffen, müssen politische Entscheidungsträger verschiedene Faktoren und Infromationsarten berücksichtigen. Neben der Forschung und Datenlage, können die öffentliche Meinung, Interessen von Stakeholdern, Ideologien, Werte und Emotionen das Denken und Handeln von politischen Entscheidungsträgern erheblich beeinflussen. Um die Relevanz der Forschung für die politische Entscheidungsfindung in Schweizer Gesundheitsbehörden zu stärken, diskutiert dieser Policy Brief Empfehlungen für wirksame Interventionen, um Kapazitäten für die Nutzung und Implementierung von Forschungsergebnissen aufzubauen. 

Stakeholder(s): Vertreterinnen und Vertreter aus der öffentlichen Verwaltung, Observatorien oder Registern, NGOs und der Bildung
SLHS Lead: Swiss Centre of International Health, Swiss TPH
Policy Brief: Download PDF (Zurzeit nur auf Englisch verfügbar)
Kernaussagen: Download PDF (Zurzeit nur auf Englisch verfügbar)
Zusammenfassung Stakeholder-Dialog:            Download PDF (Zurzeit nur auf Englisch verfügbar)

 


PREMs in der Krebsversorgung

Die Verbesserung der Pflege und der Pflegeerfahrungen durch eine qualitativ hochwertige Pflege, die auf die Bedürfnisse der Menschen eingeht (d. h. eine patientenzentrierte Pflege) ist wichtig, da sie zu positiveren Pflegeerfahrungen führen, die sich wiederum in besser funktionierenden Behandlungen und einer besseren Gesundheit widerspiegeln können. Die patientenzentrierte Versorgung in der Krebsversorgung ist besonders wichtig, da Krebs neben der gesundheitlichen Belastung eine besondere emotionale, soziale und finanzielle Belastung für Patient/-innen und ihre Familien darstellt. Während in der Schweiz Informationen über die Wirksamkeit der Krebsversorgung verfügbar sind, fehlen Berichte von Patient/-innen über die Krebsversorgung. Um die Patientenzentriertheit in der Krebsversorgung zu erhöhen, empfiehlt dieser Policy Brief i) eine Stellungnahme zur Bedeutung und zum Wert von Patientenerfahrungen in der Krebsversorgung zu erarbeiten und ii) Patientenerfahrungen in der Krebsversorgung auf nationaler Ebene durch die Durchführung einer nationalen Umfrage oder durch die Integration der Datenerhebung in kantonalen Krebsregistern zu erheben.  

Stakeholder(s): Vertreterinnen und Vertreter aus der Krebsversorgung, Qualitätsprüfung, Patienten-und Ärzteorganisationen und Bildung 
SLHS Lead:  Département Epidémiologie et Systèmes de Santé, Unisanté
Policy Brief: Download PDF (Zurzeit nur auf Englisch verfügbar)
Lay Policy Brief: Download PDF (Zurzeit nur auf Französisch verfügbar)
Kernaussagen: Download PDF (Zurzeit nur auf Englisch verfügbar)
Zusammenfassung Stakeholder-Dialog:                  Download PDF (Zurzeit nur auf Englisch verfügbar)

Interprofessionalität

Das vom BAG durchgeführte Förderprogramm «Interprofessionalität im Gesundheitswesen 2017-2020» hatte zum Ziel die Zusammenarbeit von Fachleuten aus unterschiedlichen Disziplinen und Professionen zu stärken und damit die Effizienz der Gesundheitsversorgung zu steigern. Im Rahmen des Programms unterstützte das BAG Forschungsprojekte und praxisorientierte Massnahmen, um die nachhaltige Verankerung von Interprofessionalität in der Bildung und Berufspraxis zu erleichtern. Die Erkenntnisse dieser Arbeiten wurden in vier Policy Briefs festgehalten, um politischen Entscheidungsträgern, Bildungsverantwortlichen sowie Leistungserbringern eine kurze und knappe Übersicht über bestehende Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze zu geben. 

Die Entwicklung der Policy Briefs sowie die Durchführung dazugehöriger Stakeholder-Dialoge wurde durch das SLHS, in Zusammenarbeit mit dem BAG und Interface, begleitet.

Im Rahmen der Zusammenarbeit entstanden vier Policy Briefs zu folgenden Themen:

Policy Brief 1:                                       Interprofessionelle Zusammenarbeit an der psychisch-somatischen Nahtstelle (Download PDF)
Policy Brief 2: Interprofessionelle Zusammenarbeit in der stationären Versorgung stärken (Download PDF)
Policy Brief 3: Interprofessionalität in der Bildung fördern (Download PDF)
Policy Brief 4: Interprofessionelle Zusammenarbeit in der ambulanten Versorgung stärken (Download PDF)

International clinical guidelines for knee osteoarthritis management in Switzerland

International clinical guidelines for the conservative management of knee osteoarthritis (OA) recommend exercise, education, and weight control as first-line treatment for all people with knee OA. However, findings from various health care settings have identified an underuse of exercise and education. A recent survey among medical specialists in Switzerland identified an evidence-performance gap, implying that the strong evidence in favour of exercise is not being transferred into clinical practice. This policy brief describes the challenges facing the improvement of conservative disease management by presenting recommendations regarding i) tanslation of guideline recommendations into a specific exercise and education programme ii) facilitation of the systematic application of exercise through standardised treatment pathways and iii) promotion of the benefits of exercise in the long-term management of chronic diseases.

Stakeholder(s):

Representatives from research and practice

SLHS Lead: Institute of Physiotherapy, ZHAW (Zurich University of Applied Sciences)
Policy Brief: Download PDF
Key Messages: Download PDF
Stakeholder dialogue summary:

Download PDF (Currently only available in German)


Design principles of a central metadata repository as a key element of an integrated health information system

The Swiss Health System is a complex system with different groups of actors for which data is collected and analyzed using various methods, leading to a large heterogeneity and dispersion of available data. The specificities of a Swiss Health System favor a hybrid infrastructure to manage the heterogeneity and dispersion of Swiss health-related data. This policy brief shows the importance of a metadata management infrastructure to identify and describe health data resources and highlights several essential key elements for the design of a metadata repository and also raises important practical questions.

Stakeholder(s):

Representatives from the IT sector, policy, and health research

SLHS Lead: Information management institute, University of Neuchatel
Policy Brief: Download PDF
Key Messages: Download PDF
Stakeholder dialogue summary:

Download PDF


Gestaltungsprinzipien einer zentralen Metadatenbank als Schlüsselelement eines integrierten Gesundheitsinformationssystems

Das Schweizer Gesundheitssystem ist ein komplexes System mit verschiedenen Akteuren, für die Daten mit unterschiedlichen Methoden erhoben und analysiert werden, was zu einer grossen Heterogenität und Zerstreuung der vorhandenen Daten führt. Die Besonderheiten eines Schweizer Gesundheitssystems begünstigen eine gemischte Infrastruktur, um die Heterogenität und Zerstreuung der Schweizer Gesundheitsdaten zu verwalten. Der vorliegende Policy Brief zeigt die Bedeutung einer Infrastruktur zur Verwaltung von Metadaten auf und beleuchtet verschiedene wichtige Schlüsselelemente für die Gestaltung einer Metadatenbank und stellt wichtige praktische Fragen.

Stakeholder(s):

Vertreterinnen und Vertreter aus IT-Branche, Politik und Gesundheitsforschung

SLHS Lead:  
Policy Brief: Download PDF (Zurzeit nur auf Englisch verfügbar)
Kernaussagen: Download PDF (Zurzeit nur auf Englisch verfügbar)
Zusammenfassung Stakeholder-
Dialog:

Download PDF (Zurzeit nur auf Englisch verfügbar)


Diskriminierung bei Impotenz

Im Gesetzbuch der römisch-katholischen Kirche befindet sich ein Ehehindernis der Impotenz, das besagt, dass die Ehe nur eingehen kann, wer fähig ist, Geschlechtsverkehr zu vollziehen. Die Ehe aus diesem Grund zu verwehren, stellt für Betroffene eine Diskriminierung dar, denn das Eingehen der Ehe ist ein Grund- und Menschenrecht, das dadurch nicht ausgeübt werden kann. Dieser Lernzyklus stellt sich der Herausforderung die Diskriminierung von Menschen mit einer Behinderung durch ein Gesetz der römisch-katholischen Kirche zu untersuchen und zu eliminieren, indem Erkenntnisse aufgezeigt werden zur i) Unterzeichnung der Behindertenrechtskonvention durch den Heiligen Stuhl mit der Folge einer Gesetzesanpassung, ii) Überprüfung und Diskussion des Naturrechtscharakters des Ehehindernisses der Impotenz und iii) Diskussion der Verwirklichung/Drittwirkung der Grundrechte.

Stakeholder(s): Kirchenrechtler, Juristen, Sozialarbeiter
SLHS Lead: Zentrum für Religionsverfassungsrecht, Universität Luzern
Policy Brief I: Download PDF 
Policy Brief II: Folgt bald 
Kernaussagen: Download PDF
Zusammenfassung Stakeholder-Dialog(e): Download PDF 

Pflegeexpertinnen APN in der Hausarztpraxis

Aus Gründen wie z.B. nicht standardisierten Abschlusskompetenzen für Pflegeexpertinnen APN oder fehlenden Rollendefinitionen, werden Pflegeexpertinnen APN in Schweizer Hausarztpraxen zu wenig eingesetzt. APNs übernehmen bereits heute hausärztliche Tätigkeiten in Eigenverantwortung, die jedoch in einer «Grauzone» ausgeübt werden und mit vielen Unsicherheiten verbunden sind. Ziel ist es, diese «Grauzone» zu verlassen und die Implementierung von neuen Versorgungsmodellen mit APNs in Schweizer Hausarztpraxen zu fördern. Dieser Policy Brief empfiehlt dazu die (1.) Klärung und Förderung der APN-Rollen in der Grundversorgung sowie die (2.) Klärung der Ausbildung und rechtlichen Rahmenbedingungen für den Einsatz von APNs.

Stakeholder(s): Vertreterinnen und Vertreter aus Praxis, Bildung, Krankenversicherungen und Politik
SLHS Lead: Dipartimento economia aziendale, sanità e sociale, SUPSI; und Institut für Hausarztmedizin & Community Care Luzern
Policy Brief: Download PDF
Kernaussagen: Download PDF
Zusammenfassung Stakeholder-Dialog Download PDF

Soziale Teilhabe benachteiligter älterer Bevölkerungsgruppen in der Schweiz

Soziale Isolation und Einsamkeit bei älteren Menschen haben eine Reihe von negativen gesundheitlichen Folgen und treffen sozial benachteiligte Gruppen besonders hart. Eine verstärkte soziale Teilhabe von sozial benachteiligten älteren Menschen kann dazu beitragen, soziale Isolation und Einsamkeit und die damit verbundenen gesundheitlichen Ungleichheiten in dieser Gruppe zu reduzieren. Dieser Lernzyklus begegnet der Herausforderung soziale Teilhabe sozial benachteiligter älterer Menschen zu erhöhen, indem wissenschaftliche Erkenntnisse aufgezeigt werden zu i) verbesserten Methoden zu Erreichung der Betroffenen, ii) Einbezug von Zielgruppen in die Planung und Durchführung von Programmen und iii) verbesserte Programmevaluation unter Berücksichtigung sozial benachteiligter Gruppen.

Stakeholder(s): Gesundheitsförderung Schweiz, Programmleiter
SLHS Lead: Departement Gesundheitswissenschaften und Medizin, Universität Luzern
Policy Brief: Download PDF
Kernaussagen: Download PDF
Zusammenfassung Stakeholder-Dialog: Download PDF

Spitalseelsorge und Datenschutz

Durch das grössere Bewusstsein für ein Recht auf Datenschutz kommt es zu Konflikten in der Zusammenarbeit von Spitälern und Spitalseelsorgern. Dieser Policy Brief untersucht, wie die Mitarbeit der Spitalseelsorge in Spitälern des Kantons Zürich mit Blick auf die Vorgaben zum Patientendatenschutz rechtlich besser geregelt werden kann. Um den Ist-Zustand zu verändern, wird empfohlen das Palliative Care Konzept, als Vorbild zu nehmen, die kantonale und bundesstaatliche Gesetzeslage zu ändern sowie die digitale Patientenakte zu nutzen, um den ganzheitlichen Behandlungsansatz zu verbessern.

Stakeholder(s):  Vertreterinnen und Vertreter aus der Praxis, Bildung, Gesetzgebung
SLHS Lead: Zentrum für Religionsverfassungsrecht, Universität Luzern
Policy Brief:                       

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Kernaussagen:                  

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Zusammenfassung Stakeholder-Dialog:                                                                                                                                                                                                  

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Merkblatt:                                 

Im Rahmen des Policy Briefs und des Stakeholder Dialogs wurde dieses Merkblatt entwickelt. Das Merkblatt informiert über das Recht auf Seelsorge im Spital und den Zugang zu Patientendaten im Kanton Zürich. Es dient somit als Gesprächsgrundlage und Analyse im Spitalumfeld. 

Ergebnissynthese (Policy Briefs & Rapid Response Synthesen)

Eine Voraussetzung für Themenberatungen und Lernzyklen im Gesundheitssystem ist die Prüfung von Evidenz, die mögliche Optionen beschreibt, um die ursprünglich identifizierten Probleme gezielt anzugehen. Das Swiss Learning Health System (SLHS) stellt zwei Tools für Evidenzsynthesen zur Verfügung:

a) Policy Briefs, die als Grundlage für Stakeholder-Dialoge dienen und

b) Rapid Response Synthesen

Policy Brief

Sobald ein Thema für einen Stakeholder-Dialog identifiziert wurde, besteht der nächste Schritt darin, einen Policy Brief zu erstellen. Ein Policy Brief ist ein Dokument, welches ein Problem beschreibt, indem es relevante Kontextfaktoren erklärt. Der Policy Brief stellt eine Reihe von evidenzbasierten Lösungen für das Problem vor und erläutert für jede mögliche Lösung relevante Aspekte, einschliesslich erwarteter Vorteile und Kosten sowie potenzielle Hindernisse und Förderfaktoren bei der Umsetzung. Der Policy Brief wird vor dem Stakeholder-Dialog an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Dialogs verteilt.

Rapid Response Synthesen

Die Landschaft des Schweizer Gesundheitswesens verändert sich ständig und Versorgungslücken können spontan entstehen. Rapid Response Synthesen sind Mittel, um auf aktuelle Probleme im Gesundheitssystem sinnvoll und schnell zu reagieren. Sie identifizieren und fassen die beste Vorgehensweise zusammen, indem sie aktuelle Evidenz und mögliche Lösungen untersuchen. Rapid Response Synthesen enthalten auch einen Implementierungsleitfaden mit themenspezifischen Überlegungen zur Umsetzung, Monitoring und Bewertung.

Stakeholder-Dialoge

Stakeholder-Dialoge sind strukturierte Kommunikationsprozesse, die darauf abzielen, Akteure zu unterstützen, um evidenzbasierte Lösungen für ein bestimmtes Problem zu implementieren. Basierend auf einem Policy Brief arbeitet eine Gruppe von 6-20 Stakeholdern an einem gemeinsamen Verständnis des Problems und der besten Vorgehensweise.

Die Dialoge werden von einem Moderator geleitet, der die Beratung beaufsichtigt, die Teilnehmer zur Auseinandersetzung mit ihren Ansichten anregt und die Konfrontation über Meinungsverschiedenheiten erleichtert.

Die Dialoge sind im Allgemeinen dann zu Ende, wenn es zu einer Einigung bezüglich einer  Vorgehensweise gekommen ist. Wenn keine Einigung erzielt werden kann, stellt sich die Frage, ob i) ein zweiter Dialog stattfinden muss, um Einigung zu finden oder ii) ob mehr Forschung erforderlich ist, da es möglicherweise an ausreichender Evidenz fehlt, um sich auf die beste Vorgehensweise einigen zu können.

Wenn Situation i) eintritt, bindet das SLHS die Stakeholder in eine strukturierte Verhandlung ein, um Meinungsverschiedenheiten zu lösen.

Wenn Situation ii) eintritt, informiert das SLHS die Forschungsagenda der akademischen Partner, um die offenen Fragen zu behandeln.

Stakeholder-Dialoge sind vielversprechende Mechanismen, um politische Entscheidungs­träger über evidenzbasierte Massnahmen zu identifizierten Problemen auf allen Ebenen des Gesundheitssystems zu informieren. Dies schliesst die Politik, Dienstleistungserbringung oder Finanzierung sowie die Erhebung von Gesundheitsinformationen ein. Darüber hinaus sind Stakeholder-Dialoge Mechanismen, welche die Identifizierung von Forschungsthemen unterstützen, die den aktuellen Bedürfnissen des Gesundheitssystems entsprechen und somit eine Kultur der geteilten Verantwortung schaffen.

In der Rubrik Themen finden Sie eine Liste von Stakeholder-Dialogen, die vom SLHS durchgeführt worden sind.

Themen

Jede Partnerinstitution des SLHS arbeitet an einem speziellen Thema, das schliesslich zu Policy Briefs und Stakeholder-Dialogen führen wird. Die aufgeführten Themen wurden im Rahmen eines Priorisierungsprozesses und unter Berücksichtigung ihrer wissenschaftlichen und politischen Relevanz ausgewählt.

Erkennen psychosozialer Belastungen

Belastungen aufgrund von körperlichen oder emotionalen Problemen (psychosoziale Belastungen) führen bei Patient*innen mit somatischen Beschwerden zu unterschiedlichen medizinischen, sozialen und ökonomischen Konsequenzen. Aus diesem Grund ist die frühe Erkennung und Behandlung von psychosozialen Belastungen bei Spitalpatient*innen wichtig. Die Datenlage zur Häufigkeit von psychosozialen Belastungen in Akutspitälern ist, aufgrund der geringen Wahrscheinlichkeit der Erkennung und Behandlung, unklar. Um psychosoziale Belastungen vermehrt zu erkennen und die Behandlung zu verbessern, empfiehlt dieser Policy Brief (1.) die Stärkung des Wissens und Bewusstseins von Spitalpersonal und Patient*innen für psychosoziale Belastungen, (2.) die Förderung interprofessioneller Zusammenarbeit in Akutspitälern, sowie (3.) die Förderung von vereinfachtem Zugang zu Unterstützungshilfen für psychosoziale Belastungen in Akutspitälern.

Stakeholder(s): Vertreterinnen und Vertreter aus Praxis und Forschung
SLHS Lead: Swiss Centre for International Health, Swiss TPH 
Policy Brief: Download PDF
Kernaussagen: Download PDF
Zusammenfassung Stakeholder-Dialog: Download PDF

Methods for identifying socially isolated and lonely older adults in Switzerland

Social isolation and loneliness amongst older adults are one of the most pressing public health issues in our ageing society. A big obstacle to effectively addressing this issue is how to identify individuals who are experiencing or most at risk of social isolation and loneliness. This policy brief outlines current strategies used to facilitate the outreach to people most in need: i) enlist personnel in the community in the identification process, ii) build strong databases and use existing data to create heat maps, and iii) launch awareness campaigns to raise awareness and reduce stigma.

 Stakeholder(s):

Representatives from local and regional authorities, senior organizations, NGOs and educational institutions.

 SLHS lead: Department of Health Sciences and Medicine, University of Lucerne
 Policy brief: Download PDF (Currently only available in English)
 Key Messages: Download PDF (Currently only available in English)
 Summary of stakeholder dialogue: Download PDF (Currently only available in English)

  

                              


Messung von Über- und Unterversorgung in der Hausarztmedizin

Um Über- und Unterversorgung im Gesundheitswesen zu vermindern, ist es notwendig, eine angemessene Versorgung nach aktuellem Fachwissen zu definieren und diese zu messen. Die Messung wird jedoch erschwert durch unzureichende politische und strukturelle Rahmenbedingungen, beschränkte elektronische Datenverfügbarkeit sowie mangelnde Datenqualität. Um die Messung von Über- und Unterversorgung in der Schweizer Hausarztmedizin zu verbessern empfiehlt dieser Policy Brief i) die Entwicklung einer umfassenden, digitalen Strategie, ii) die Stärkung einer datenbasierten Qualitätskultur und iii) die Unterstützung von bottom-up Initiativen.

Stakeholder(s): Vertreterinnen und Vertreter aus Praxis, Krankenversicherungen, Ärztenetzwerkorganisationen und Bildung    
SLHS Lead: Institut für Hausarztmedizin, Universität Zürich 
Policy Brief: Download PDF 
Kernaussagen: Download PDF 
Zusammenfassung Stakeholder-Dialog:        Download PDF 

Rapid Response Reviews

Im März 2020 lud das Swiss Learning Health System seine Partner dazu ein, darüber nachzudenken und zu erarbeiten, wie die aktuellen Forschungsbemühungen in der Schweiz und ausserhalb des Landes unterstützt und gestärkt werden können, um der internationalen COVID-19 Pandmie zu begegnen. Daraufhin wurden drei Rapid Response Reviews zu den folgenden Themen verfasst:

Rapid Review Response 1:                                                                     Sectorial and managerial response of non-profit assistance and homecare services of public interest in Ticino facing the SARS-CoV-2 pandemic outbreak: a case study (Download PDF) (Zurzeit nur auf Englisch verfügbar)
Zusammenfassung Stakeholder-Dialog: The future of homecare and "proximity integrated healthcare networks" (Download PDF) (Zurzeit nur auf Englisch verfügbar) 
Rapid Review Response 2:    Strategic and organizational response of Ticino's hospital system facing the COVID-19 emergency: three case studies (Download PDF(Zurzeit nur auf Englisch verfügbar)
Rapid Review Response 3:                                                                   Sectorial and managerial response of nursing homes in Ticino facing the SARS-CoV-2 pandemic outbreak: a case study (Download PDF(Zurzeit nur auf Englisch verfügbar)

Nutzung von Evidenz in der Gesundheitspolitik

Um Entscheidungen über politische Massnahmen, das Management und die Bereitstellung von Gesundheitsleistungen zu treffen, müssen politische Entscheidungsträger verschiedene Faktoren und Infromationsarten berücksichtigen. Neben der Forschung und Datenlage, können die öffentliche Meinung, Interessen von Stakeholdern, Ideologien, Werte und Emotionen das Denken und Handeln von politischen Entscheidungsträgern erheblich beeinflussen. Um die Relevanz der Forschung für die politische Entscheidungsfindung in Schweizer Gesundheitsbehörden zu stärken, diskutiert dieser Policy Brief Empfehlungen für wirksame Interventionen, um Kapazitäten für die Nutzung und Implementierung von Forschungsergebnissen aufzubauen. 

Stakeholder(s): Vertreterinnen und Vertreter aus der öffentlichen Verwaltung, Observatorien oder Registern, NGOs und der Bildung
SLHS Lead: Swiss Centre of International Health, Swiss TPH
Policy Brief: Download PDF (Zurzeit nur auf Englisch verfügbar)
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PREMs in der Krebsversorgung

Die Verbesserung der Pflege und der Pflegeerfahrungen durch eine qualitativ hochwertige Pflege, die auf die Bedürfnisse der Menschen eingeht (d. h. eine patientenzentrierte Pflege) ist wichtig, da sie zu positiveren Pflegeerfahrungen führen, die sich wiederum in besser funktionierenden Behandlungen und einer besseren Gesundheit widerspiegeln können. Die patientenzentrierte Versorgung in der Krebsversorgung ist besonders wichtig, da Krebs neben der gesundheitlichen Belastung eine besondere emotionale, soziale und finanzielle Belastung für Patient/-innen und ihre Familien darstellt. Während in der Schweiz Informationen über die Wirksamkeit der Krebsversorgung verfügbar sind, fehlen Berichte von Patient/-innen über die Krebsversorgung. Um die Patientenzentriertheit in der Krebsversorgung zu erhöhen, empfiehlt dieser Policy Brief i) eine Stellungnahme zur Bedeutung und zum Wert von Patientenerfahrungen in der Krebsversorgung zu erarbeiten und ii) Patientenerfahrungen in der Krebsversorgung auf nationaler Ebene durch die Durchführung einer nationalen Umfrage oder durch die Integration der Datenerhebung in kantonalen Krebsregistern zu erheben.  

Stakeholder(s): Vertreterinnen und Vertreter aus der Krebsversorgung, Qualitätsprüfung, Patienten-und Ärzteorganisationen und Bildung 
SLHS Lead:  Département Epidémiologie et Systèmes de Santé, Unisanté
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Interprofessionalität

Das vom BAG durchgeführte Förderprogramm «Interprofessionalität im Gesundheitswesen 2017-2020» hatte zum Ziel die Zusammenarbeit von Fachleuten aus unterschiedlichen Disziplinen und Professionen zu stärken und damit die Effizienz der Gesundheitsversorgung zu steigern. Im Rahmen des Programms unterstützte das BAG Forschungsprojekte und praxisorientierte Massnahmen, um die nachhaltige Verankerung von Interprofessionalität in der Bildung und Berufspraxis zu erleichtern. Die Erkenntnisse dieser Arbeiten wurden in vier Policy Briefs festgehalten, um politischen Entscheidungsträgern, Bildungsverantwortlichen sowie Leistungserbringern eine kurze und knappe Übersicht über bestehende Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze zu geben. 

Die Entwicklung der Policy Briefs sowie die Durchführung dazugehöriger Stakeholder-Dialoge wurde durch das SLHS, in Zusammenarbeit mit dem BAG und Interface, begleitet.

Im Rahmen der Zusammenarbeit entstanden vier Policy Briefs zu folgenden Themen:

Policy Brief 1:                                       Interprofessionelle Zusammenarbeit an der psychisch-somatischen Nahtstelle (Download PDF)
Policy Brief 2: Interprofessionelle Zusammenarbeit in der stationären Versorgung stärken (Download PDF)
Policy Brief 3: Interprofessionalität in der Bildung fördern (Download PDF)
Policy Brief 4: Interprofessionelle Zusammenarbeit in der ambulanten Versorgung stärken (Download PDF)

International clinical guidelines for knee osteoarthritis management in Switzerland

International clinical guidelines for the conservative management of knee osteoarthritis (OA) recommend exercise, education, and weight control as first-line treatment for all people with knee OA. However, findings from various health care settings have identified an underuse of exercise and education. A recent survey among medical specialists in Switzerland identified an evidence-performance gap, implying that the strong evidence in favour of exercise is not being transferred into clinical practice. This policy brief describes the challenges facing the improvement of conservative disease management by presenting recommendations regarding i) tanslation of guideline recommendations into a specific exercise and education programme ii) facilitation of the systematic application of exercise through standardised treatment pathways and iii) promotion of the benefits of exercise in the long-term management of chronic diseases.

Stakeholder(s):

Representatives from research and practice

SLHS Lead: Institute of Physiotherapy, ZHAW (Zurich University of Applied Sciences)
Policy Brief: Download PDF
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Stakeholder dialogue summary:

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Design principles of a central metadata repository as a key element of an integrated health information system

The Swiss Health System is a complex system with different groups of actors for which data is collected and analyzed using various methods, leading to a large heterogeneity and dispersion of available data. The specificities of a Swiss Health System favor a hybrid infrastructure to manage the heterogeneity and dispersion of Swiss health-related data. This policy brief shows the importance of a metadata management infrastructure to identify and describe health data resources and highlights several essential key elements for the design of a metadata repository and also raises important practical questions.

Stakeholder(s):

Representatives from the IT sector, policy, and health research

SLHS Lead: Information management institute, University of Neuchatel
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Stakeholder dialogue summary:

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Gestaltungsprinzipien einer zentralen Metadatenbank als Schlüsselelement eines integrierten Gesundheitsinformationssystems

Das Schweizer Gesundheitssystem ist ein komplexes System mit verschiedenen Akteuren, für die Daten mit unterschiedlichen Methoden erhoben und analysiert werden, was zu einer grossen Heterogenität und Zerstreuung der vorhandenen Daten führt. Die Besonderheiten eines Schweizer Gesundheitssystems begünstigen eine gemischte Infrastruktur, um die Heterogenität und Zerstreuung der Schweizer Gesundheitsdaten zu verwalten. Der vorliegende Policy Brief zeigt die Bedeutung einer Infrastruktur zur Verwaltung von Metadaten auf und beleuchtet verschiedene wichtige Schlüsselelemente für die Gestaltung einer Metadatenbank und stellt wichtige praktische Fragen.

Stakeholder(s):

Vertreterinnen und Vertreter aus IT-Branche, Politik und Gesundheitsforschung

SLHS Lead:  
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Zusammenfassung Stakeholder-
Dialog:

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Diskriminierung bei Impotenz

Im Gesetzbuch der römisch-katholischen Kirche befindet sich ein Ehehindernis der Impotenz, das besagt, dass die Ehe nur eingehen kann, wer fähig ist, Geschlechtsverkehr zu vollziehen. Die Ehe aus diesem Grund zu verwehren, stellt für Betroffene eine Diskriminierung dar, denn das Eingehen der Ehe ist ein Grund- und Menschenrecht, das dadurch nicht ausgeübt werden kann. Dieser Lernzyklus stellt sich der Herausforderung die Diskriminierung von Menschen mit einer Behinderung durch ein Gesetz der römisch-katholischen Kirche zu untersuchen und zu eliminieren, indem Erkenntnisse aufgezeigt werden zur i) Unterzeichnung der Behindertenrechtskonvention durch den Heiligen Stuhl mit der Folge einer Gesetzesanpassung, ii) Überprüfung und Diskussion des Naturrechtscharakters des Ehehindernisses der Impotenz und iii) Diskussion der Verwirklichung/Drittwirkung der Grundrechte.

Stakeholder(s): Kirchenrechtler, Juristen, Sozialarbeiter
SLHS Lead: Zentrum für Religionsverfassungsrecht, Universität Luzern
Policy Brief I: Download PDF 
Policy Brief II: Folgt bald 
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Pflegeexpertinnen APN in der Hausarztpraxis

Aus Gründen wie z.B. nicht standardisierten Abschlusskompetenzen für Pflegeexpertinnen APN oder fehlenden Rollendefinitionen, werden Pflegeexpertinnen APN in Schweizer Hausarztpraxen zu wenig eingesetzt. APNs übernehmen bereits heute hausärztliche Tätigkeiten in Eigenverantwortung, die jedoch in einer «Grauzone» ausgeübt werden und mit vielen Unsicherheiten verbunden sind. Ziel ist es, diese «Grauzone» zu verlassen und die Implementierung von neuen Versorgungsmodellen mit APNs in Schweizer Hausarztpraxen zu fördern. Dieser Policy Brief empfiehlt dazu die (1.) Klärung und Förderung der APN-Rollen in der Grundversorgung sowie die (2.) Klärung der Ausbildung und rechtlichen Rahmenbedingungen für den Einsatz von APNs.

Stakeholder(s): Vertreterinnen und Vertreter aus Praxis, Bildung, Krankenversicherungen und Politik
SLHS Lead: Dipartimento economia aziendale, sanità e sociale, SUPSI; und Institut für Hausarztmedizin & Community Care Luzern
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Soziale Teilhabe benachteiligter älterer Bevölkerungsgruppen in der Schweiz

Soziale Isolation und Einsamkeit bei älteren Menschen haben eine Reihe von negativen gesundheitlichen Folgen und treffen sozial benachteiligte Gruppen besonders hart. Eine verstärkte soziale Teilhabe von sozial benachteiligten älteren Menschen kann dazu beitragen, soziale Isolation und Einsamkeit und die damit verbundenen gesundheitlichen Ungleichheiten in dieser Gruppe zu reduzieren. Dieser Lernzyklus begegnet der Herausforderung soziale Teilhabe sozial benachteiligter älterer Menschen zu erhöhen, indem wissenschaftliche Erkenntnisse aufgezeigt werden zu i) verbesserten Methoden zu Erreichung der Betroffenen, ii) Einbezug von Zielgruppen in die Planung und Durchführung von Programmen und iii) verbesserte Programmevaluation unter Berücksichtigung sozial benachteiligter Gruppen.

Stakeholder(s): Gesundheitsförderung Schweiz, Programmleiter
SLHS Lead: Departement Gesundheitswissenschaften und Medizin, Universität Luzern
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Spitalseelsorge und Datenschutz

Durch das grössere Bewusstsein für ein Recht auf Datenschutz kommt es zu Konflikten in der Zusammenarbeit von Spitälern und Spitalseelsorgern. Dieser Policy Brief untersucht, wie die Mitarbeit der Spitalseelsorge in Spitälern des Kantons Zürich mit Blick auf die Vorgaben zum Patientendatenschutz rechtlich besser geregelt werden kann. Um den Ist-Zustand zu verändern, wird empfohlen das Palliative Care Konzept, als Vorbild zu nehmen, die kantonale und bundesstaatliche Gesetzeslage zu ändern sowie die digitale Patientenakte zu nutzen, um den ganzheitlichen Behandlungsansatz zu verbessern.

Stakeholder(s):  Vertreterinnen und Vertreter aus der Praxis, Bildung, Gesetzgebung
SLHS Lead: Zentrum für Religionsverfassungsrecht, Universität Luzern
Policy Brief:                       

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Kernaussagen:                  

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Zusammenfassung Stakeholder-Dialog:                                                                                                                                                                                                  

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Merkblatt:                                 

Im Rahmen des Policy Briefs und des Stakeholder Dialogs wurde dieses Merkblatt entwickelt. Das Merkblatt informiert über das Recht auf Seelsorge im Spital und den Zugang zu Patientendaten im Kanton Zürich. Es dient somit als Gesprächsgrundlage und Analyse im Spitalumfeld. 

Evidenz finden

Das Finden und Zusammenfassen von Evidenz, sei es für Policy Briefs oder für Rapid Response Synthesen, ist eine der Kernaufgaben des Swiss Learning Health System (SLHS). Gute Ansatzpunkte für die Suche nach relevanter Evidenz sind Datenbanken, welche Evidenz aus verschiedenen Studien zusammenfassen und bewerten. Diese können systematische Reviews, evidenzbasierte Leitlinien oder kritisch begutachtete Themen beinhalten.

Cochrane Switzerland

Cochrane Switzerland

Cochrane Reviews sind systematische Übersichtsarbeiten zur Primärforschung in der Gesundheitsversorgung und Gesundheitspolitik. Sie werden international als der höchste Standard evidenzbasierter Gesundheitsressourcen anerkannt. Sie untersuchen die Auswirkungen von Interventionen für Prävention, Behandlungen und Rehabilitation. Sie bewerten auch die Genauigkeit eines diagnostischen Tests für einen bestimmten Zustand in einer bestimmten Patientengruppe und einem bestimmten Setting. Cochrane Reviews sind peer reviewed; sie sind dynamisch und werden regelmässig angepasst, um neue Forschungserkenntnisse einzubeziehen. In der Schweiz sind die Übersichtsarbeiten von Cochrane kostenlos zugänglich.


PubMed (MEDLINE)

PubMed (MEDLINE)

PubMed ist eine kostenlose Suchmaschine, die hauptsächlich auf die MEDLINE-Datenbank mit Referenzen und Zusammenfassungen (Abstracts) zu Biowissenschaften und biomedizinischen Themen zugreift.

Sie finden systematische Übersichtsarbeiten in PubMed, indem Sie Ihre Publikationssuche auf "Systematische Reviews" beschränken oder diese zu Ihrem Suchbegriff hinzufügen

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/


Epistemonikos

Epistemonikos

Epistemonikos ist eine mehrsprachige Datenbank, die auf systematische Übersichtsarbeiten, Primärstudien und strukturierte Zusammenfassungen verweist. Sie wird kontinuierlich aktualisiert.  

https://www.epistemonikos.org/


TRIP Database

TRIP Database

Trip ist eine klinische Suchmaschine, die es den Benutzern ermöglicht, schnell und einfach qualitativ hochwertige Forschungsdaten zu finden, um diese als Unterstützung für die Praxis und/oder Pflege zu verwenden. TRIP bietet nicht nur Forschungsergebnisse, sondern ermöglicht Klinikern auch die Suche nach anderen Inhalten wie Bildern, Videos, Informationsblättern für Patienten, Ausbildungsangeboten und Nachrichten.

https://www.tripdatabase.com/


McMaster Health Forum

McMaster Health Forum

Das in Kanada ansässige McMaster Health Forum bietet Evidenz zu drängenden Problemen auf drei verschiedene Arten:

  1. Grundlagenpapiere, die auf Anfragen von Führungskräften des Gesundheitswesens vorbereitet wurden;
  2. Quellen von vorbewerteter, zusammengefasster Evidenz zum Thema, wie Gesundheitssysteme und Sozialsysteme gestärkt werden können und
  3. Quelle für qualitativ hochwertige Informationen zu optimaler Alterung für ältere Erwachsene, Pflegekräfte und anderen Berufsgruppen (McMaster Optimal Aging Portal).

https://www.mcmasterforum.org/find-evidence/overview

Swiss Learning Health System
University of Lucerne
Department of Health Sciences and Medicine
Frohburgstrasse 3
6002 Lucerne
Switzerland
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